Auf ihrem zweitägigen Gipfeltreffen in Madrid beschlossen die Parteien der europäischen Rechten die Eröffnung eines Koordinierungsbüros in Brüssel. Dies gab Jorge Buxadé, Fraktionsvorsitzender der spanischen Partei Vox, die die Veranstaltung organisiert hatte, auf einer Pressekonferenz bekannt. Wörtlich sagte er:
Dieses Büro würde im Europäischen Parlament (EP) eine ständige Zusammenarbeit zwischen den rechten Parteien ermöglichen, die derzeit in drei verschiedenen Fraktionen bzw. unabhängig voneinander im Parlament sitzen, aber ihre Politik, ihre Stellungnahmen und – unter Wahrung der Freiheit jeder Partei – ihre Abstimmungen aufeinander abstimmen könnten.
Die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete, dass an den Beratungen, die unter dem Motto „Europa verteidigen“ stattfanden, Vertreter von 15 Parteien aus 12 europäischen Ländern teilnahmen. Laut spanischen Medienberichten nahmen neben Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz), dem polnischen Regierungschef Mateusz Morawiecki (PiS), Marine Le Pen, Präsidentschaftskandidatin der Rassemblement National in Frankreich, und Santiago Abascal, Vorsitzender der spanischen Partei Vox, auch folgende Personen an dem Gipfel teil: Tom Van Grieken, Chef der belgischen Partei Vlaams Belang, Paolo Borchia, Europaabgeordneter der italienischen Lega, und Vincenzo Sofo, Europaabgeordneter der italienischen Partei Brüder Italiens (Fratelli d’Italia). Darüber hinaus waren unter anderem auch vertreten: die Freiheitliche Partei Österreichs, die Bulgarische Nationale Bewegung, die Konservative Volkspartei Estlands, die Wahlaktion der Polen Litauens – Allianz Christlicher Familien, die niederländische Partei JA21 und die rumänische Nationale Christlich-Demokratische Bauernpartei.
Diese konservativen Parteien begannen ihre Zusammenarbeit im letzten Sommer, als sie eine gemeinsame Erklärung zur Unterstützung des EU-Ideals abgaben und die Bemühungen der föderalistischen linksliberalen Parteien um die Schaffung eines europäischen Superstaates ablehnten.