Die Europaabgeordneten können sich hingegen über Ungarn oder Polen auslassen, was ihnen keine Probleme bereiten wird – weder in politischer Hinsicht noch in Form von Demonstrationen, die sich gegen sie richten, um gegen solche Äußerungen zu protestieren.
In Brüssel sitzt die Angst
An einer anderen Stelle wirft Punset ein noch schärferes Licht auf die Situation. Damit man sagen kann, dass sich die Europaabgeordneten wirklich für die Meinungsfreiheit eingesetzt haben, müssten sie die gewalttätigen Angriffe auf Journalisten und Lehrer verurteilen. Sie tun dies jedoch nicht, weil sie Angst haben, sich einschüchtern lassen und einen Boykott fürchten.
Stattdessen konzentrieren die gewählten Vertreter von Renew Europe ihre brutalsten Angriffe auf diejenigen Länder, die noch für die Meinungsfreiheit eintreten.
Doppelte Standards? Hier sind sie!
In seinen Gesprächen spricht Punset auch über die Politik der „doppelten Standards“, die Renew Europe auf spektakuläre Weise betreibt. So hat die Gruppierung beispielsweise eine kritische Haltung zu Polens Bemühungen um den Kinderschutz eingenommen, während sie den Skandal um die Verstümmelung weiblicher Geschlechtsorgane in Frankreich verschwiegen hat. Dies ist eine Gefahr, der zwischen 12% und 21% der französischen Mädchen ausgesetzt sind, aber in Brüssel wird das Thema nicht behandelt. Ähnlich äußert sich Renew Europe zu den ungarischen Kinderschutzgesetzen, während die ungarischen Europaabgeordneten es beispielsweise vermeiden, über die Gewalt gegen Kinder zu sprechen, so
über die Gewalt, die Mitglieder der LGBTQ-Gemeinschaft in Frankreich immer häufiger zu erleiden haben.
Wenn man dieser spanischen Politikerin glauben darf, liegt es ganz einfach daran, dass für Renew Europe die Verteidigung der Grundwerte der europäischen Zivilisation keine Sache ist, für die man sich engagieren möchte.

















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