– „Diese Länder haben den Löwenanteil übernommen. Deshalb wiederhole ich: Was Ungarn erhält, ist keine wirkliche Hilfe, sondern kleine Rückzahlungen in Raten. Vor 2010 flossen drei Viertel der ausgezahlten Gelder wieder an den Absender zurück, da die öffentlichen Aufträge im Gegenzug an westeuropäische Unternehmen vergeben wurden. Heute dürfen auch Firmen mit ungarischem Kapital ihr Glück versuchen, was natürlich viele Leute verärgert.“
– „Die Europäische Union ist im Wesentlichen kein Wirtschaftsbündnis. Sie wurde geschaffen, um die jahrhundertealte Rivalität zwischen Frankreich und Deutschland einzudämmen, die oft zu Kriegen und sogar Weltkriegen geführt hatte. Die Gemeinschaft wurde geschaffen, um die Rivalität dieser beiden Länder zu beruhigen – auch durch gemeinsame wirtschaftliche Interessen. Die wirtschaftlichen Aspekte der Union waren daher zweitrangig: Es liegt nicht im Interesse der am weitesten entwickelten Mitgliedsstaaten, dass Länder wie Ungarn oder Bulgarien so mächtig werden wie zum Beispiel Deutschland.“
– „All dies bedeutet nicht, dass Ungarn nicht seinen Platz in der Europäischen Union hätte; andererseits müssen wir den Mut haben, es zu sagen: Die Gemeinschaftshilfe ist kein Geschenk. Ungarn hat viel zum ‚gemeinsamen Topf’ beigetragen – wie auch die anderen neuen Mitglieder.
Es ist daher nicht möglich, die im laufenden EU-Finanzzyklus zuzuweisenden Mittel als Geschenke zu betrachten, von denen Ungarn profitieren würde.“
















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