Er sieht eine schlechte Nachricht nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa darin, dass in den letzten Jahren Risse in der Konsequenz aufgetreten sind, mit der der Antisemitismus in einem Deutschland bekämpft wird, in dem diese Sache bislang auf einem unerschütterlichen Fundament stand.
„Deutschland hat seit Jahrzehnten immer wieder bewiesen, dass es sich den europäischen jüdischen Gemeinschaften gegenüber verpflichtet fühlt, die uneingeschränkte Unterstützung Israels als seine ureigenste Aufgabe betrachtet und allen Erscheinungsformen des Antisemitismus immer wieder konsequent entgegentritt.“
Als Reaktion auf die jüngsten öffentlichen Äußerungen von Péter Márki-Zay, dem Kandidaten der linken Opposition für das Amt des Ministerpräsidenten, stellte Slomó Köves in seinem offenen Brief auch einige Fragen an den deutschen Bundeskanzler, dessen sozialdemokratisch-grün-liberale Regierungskoalition denselben europäischen politischen Fraktionen wie die ungarische Linke angehört und mit ihr in denselben Fraktionen des Europäischen Parlaments sitzt. Er fragt zum Beispiel:
„Wäre es in Deutschland vorstellbar, dass der Spitzenkandidat dieses Bündnisses und Kandidat für die Position des Ministerpräsidenten bei den anstehenden Wahlen im April dieses Jahres öffentlich über die Zahl der Mitglieder jüdischer Abstammung in der zurzeit regierenden Partei [in Ungarn der Fidesz] sinniert, und den vor einigen Jahren verstorbenen Berater dieser Partei als ‚homophoben Juden, der in einer Schwulenehe lebt’ bezeichnet?“.
(Auch in Köves’ Brief wird sein Name nicht erwähnt, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass Márki-Zay den US-amerikansichen Wahlkampfberater Arthur Finkelstein meinte).
Diese rhetorische Frage, die Rabbi Köves dem deutschen Regierungschef stellt, stellt er unter anderem im Zusammenhang mit den Äußerungen, die Márki-Zay auf dem Wahlforum in Fonyód [Kleinstadt am Südufer des Plattensees – AdÜ.] gemacht hat. Der Kandidat der Linken für das Amt des Ministerpräsidenten hatte dort – als er zur Unterstützung der Kandidatur des Jobbik-Politikers Ádám Steinmetz sprach – erklärt, dass die Koalition, der er angehört, eine „Regenbogenkoalition“ sei, in der Liberale, Kommunisten, Konservative und Faschisten getrennt voneinander vertreten seien. Im Laufe der Veranstaltung fügte Márki-Zay übrigens hinzu, dass alle, die ein Rückgrat haben, ihrer eigenen Weltanschauung treu bleiben.
















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