Ein ganz anderes Bild von Migranten wird dagegen in der ZDF-Krimisendung „Aktenzeichen X Y… ungelöst“ gezeichnet. Diese monatliche Sendung ist kein pädagogisches Märchen: Sie ermutigt die deutsche Bevölkerung, an der polizeilichen Aufklärung von realen Kriminalfällen mitzuwirken. Hier sind die Einwanderer nicht die Hüter der Ordnung, sondern stehen eher auf der Seite der Diebe. Bewaffnete Raubüberfälle und Betrügereien sind zahllos, und ihre Opfer sind typischerweise aus der deutschen Mittelschicht – oft alte Menschen, die sich nur begrenzt wehren können. Bei der Bitte um Hilfe aus der Bevölkerung ist die Polizei gezwungen, Profile zu erstellen: In der Beschreibung von Verdächtigen finden sich immer wieder Ausdrücke wie „deutsch sprechend mit ausländischem Akzent“, oder „südländisch aussehend“.
Einwanderung im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen – zwischen Traum und Wirklichkeit
Im Moment drängt die Pandemie das Thema Migration in den Hintergrund – aber es wird ja nicht immer eine Pandemie geben.

Was die Kriminalitätsstatistiken betrifft, so gleichen sie einer kalten Dusche. Während der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland bei etwa 12% liegt, beträgt ihr Anteil bei den Straftätern fast ein Drittel, bei Gewalttaten sogar 40%. Fast die Hälfte der Insassen bayerischer Gefängnisse sind Nicht-Deutsche, und in diesen Zahlen sind Zuwanderer, die bereits die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben, nicht enthalten. Diese Integrationsprobleme zeigen sich auch in der Arbeitswelt, die die Basis der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft bildet. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit Migrationshintergrund ist zweieinhalb Mal so hoch wie der nationale Durchschnitt.
Daher sind viele Deutsche empfänglich für einen Diskurs, der von der politischen Korrektheit abweicht. Millionen von Lesern haben das Buch des Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin mit dem Titel „Deutschland schafft sich ab“ verschlungen, das eine vernichtende Kritik an der Zuwanderung enthält. Er fordert insbesondere, dass Zuwanderer die deutschen Gesetze und die deutsche Lebensweise respektieren. Im vergangenen Jahr wurde Sarrazin nach langem Kampf aus der SPD ausgeschlossen. Die deutsche Elite – einschließlich des ZDF – ist eifrig darauf bedacht, jeden Anti-Immigrations-Diskurs jenseits eines „Cordon sanitaire“, der ihn aus der öffentlichen Debatte ausschließt, als Domäne der extremen Rechten zu halten. Aber bei der letzten Bundestagswahl haben über fünf Millionen Bürger die AfD gewählt. Und doch ist die Zahl der Neonazis mit „Heil Hitler!“-Tattoos mindestens eine Größenordnung kleiner – während es auf der Seite der Bösen weit mehr Ömer gibt als auf der anderen Seite.
Im Moment drängt die Pandemie das Thema Migration in den Hintergrund – aber es wird ja nicht immer eine Pandemie geben.
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