In diesem niederländischen Bericht wird auch der Fall des Todes von Lilla Szeleczkis Mutter so dargestellt, als ob ihr eine Krankenhausbehandlung verweigert worden wäre. Dabei stützt sich der Korrespondent des niederländischen Senders auf eine eklatante Lüge: Das Ferenc-Jahn-Krankenhaus in Süd-Pest bot der alten Dame eine Internierung an, die diese aber ablehnte, weil sie lieber nach Hause gehen wollte, woraufhin sie zu Hause starb.
In dieser Darstellung wird deutlich, dass die Botschaft gegen die ungarische Regierung wichtiger ist als eine objektive Darstellung der Fakten. In jedem Fall stellt sich die Frage: Wie könnte ein niederländischer Zuschauer die Richtigkeit der grundlegenden Behauptungen in einem Bericht über Ungarn überprüfen?
Das Treffen von zwei Weltbürgern
Der sichtbare Teil von Knaus’ Tätigkeit findet unter den Farben der Europäischen Stabilitätsinitiative statt, die er 1999 mit einigen Mitstreitern gegründet hat. Nach Studien in Oxford, Bologna und Brüssel pflegt Knaus trotz dieser Stiftung einen bemerkenswert nomadischen Lebensstil: Er lehrt in der Ukraine, arbeitet fünf Jahre lang in Bulgarien und Bosnien für verschiedene NGOs, lässt sich 2004 in Istanbul nieder und wird 2007 Stipendiat der Open Society Foundation von Soros. Es war auch in diesem Jahr, dass er zusammen mit diesem Milliardär an der Gründung des European Council on Foreign Relations (ECFR) in London teilnahm. Diesen Think Tank finden Sie später in unserer Übersicht.
Doch war es nicht das erste Mal, dass der hochmobile Weltbürger Knaus mit dem Börsenhai zusammenarbeitete, der – ohne ein demokratisches Mandat zu haben – seit Jahrzehnten die Zukunft Europas als seine persönliche Mission betrachtet. Bereits 2004 empfing Soros Knaus in New York, wo es laut einer früheren Version der ESI-Website darum ging, „die hervorragende Zusammenarbeit zwischen der Open Society Foundation und der Europäischen Stabilitätsinitiative auch in Zukunft zu pflegen und sogar auszubauen und sich über viele neue Projekte auszutauschen“. 2011 sind sie Mitunterzeichner – zusammen mit 94 anderen einflussreichen Persönlichkeiten, darunter der ehemalige ungarische Ministerpräsident Gordon Bajnai – eines Aufrufs zur Rettung der Eurozone, der in der Financial Times, der Gazette der Finanzelite, veröffentlicht wurde.
















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