– In Ihrem Buch erwähnen Sie die Zahl von 11 Millionen Muslimen in Frankreich, und auch Ihnen werfen Ihre ehemaligen Kameraden Islamophobie vor. Sehen Sie einen Unterschied zwischen Islam und Islamismus?
– Ich sehe keinen Unterschied. Mir gefällt die von Ferhat Mehenni (algerischer Sänger und Politiker kabylischer Abstammung, NdR.) vorgeschlagene Formulierung sehr gut: Der Islam ist ein Islamismus in Friedenszeiten, während der Islamismus ein Islam in Bewegung ist. Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdoğan, hat es auch sehr deutlich gesagt: Es gibt nicht den Islam und den Islamismus, es gibt nur den Islam. Aus meiner Sicht ist Islamophobie eine Meinung: Opposition gegen den Islam, der nicht nur ein Glaube, sondern auch ein Gesetz und eine Ideologie ist, und dessen einziges Ziel die Eroberung ist, weil er nur durch Eroberung und durch die Negation jeder anderen Kultur existieren kann. Dass auch mir Islamophobie vorgeworfen wird, verdeutlicht nur die Strategie der Muslime, die sie Arm in Arm mit den Linken anwenden: Die Verurteilung des Islam soll als eine Form des Rassismus gelten. Aber wir haben ein vollkommenes Recht, islamophob zu sein, im Sinne des Rechts, unsere Vorbehalte gegen diese Religion zu äußern, genauso wie wir uns gegen andere Religionen oder, sagen wir, gegen den Kapitalismus aussprechen können. Wir haben das Recht, gegen jede Doktrin vorzugehen, die uns stört – für mich ist das weder ein Fehler noch eine Schande. Ihr Ungarn hattet das Recht, euch gegen den Kommunismus zu erheben – ein Aufstand, für den ihr ziemlich teuer bezahlt habt.
– An einer Stelle schreiben Sie unter Bezugnahme auf den ungarischen Ministerpräsidenten und den Führer der italienischen Rechten: Wir waren die Orbáns und die Salvinis. Was bedeutet das?
– Wir werden nicht verstehen, wer versucht, uns den Islam aufzuzwingen, bis wir erkennen, dass es die gleichen Leute sind, die unsere Zivilisation zerstören wollen. Die gleichen Leute, die uns eine Weltdiktatur aufzwingen wollen, um den Nationalstaat, unsere Zivilisation, unsere Lebensweise, unsere Geschichte zu vernichten. In einer Zeit, in der wir mit ernsten sozialen Problemen konfrontiert sind, in der die Arbeitslosigkeit ein Rekordniveau erreicht, wird uns die Einwanderung in einem so massiven Ausmaß aufgezwungen, dass jedes Jahr zwischen 400.000 und 500.000 Menschen in Frankreich ankommen, wobei die Einwandererbevölkerung alle zwei Jahre in der Größenordnung der Bevölkerung von Marseille, der zweitgrößten Stadt des Landes, wächst. Im 20. Jahrhundert war Frankreich auch ein Einwanderungsland, aber die Einwanderer waren damals meist katholische Europäer – Italiener, Ungarn, Polen, Spanier, Portugiesen –, die zum Arbeiten kamen und sich gut integrierten. Diejenigen, die heute ankommen, wollen sich nicht mehr assimilieren, sie treiben Vielweiberei und dank der Familienzusammenführung holen sie darüber hinaus ihre Verwandten nach Frankreich. Sie erhöhen die Kriminalität und begehen Attentate. Doch statt illegale Einwanderer abzuschieben, finden wir uns mit dem Bevölkerungsaustausch ab. Dagegen haben sich Politiker wie der bisherige US-Präsident Donald Trump, Matteo Salvini in Italien, Viktor Orbán in Ihrem Land und natürlich auch die Regierenden in Polen, Tschechien und Slowenien gestellt. Sie sind diejenigen, die sich gegen das Diktat der Europäischen Union gestellt haben und damit auch uns in Frankreich Hoffnung geben.
















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