Scheuen wir uns nicht, es zu sagen: Bethlen hinterließ seinem Nachfolger ein Land, das sich in einer besseren Situation befand als die, die er vorgefunden hatte, als er zehn Jahre zuvor Ministerpräsident wurde.
– Warum hat der Regent Miklós Horthy im Frühjahr 1921, als die Teleki-Regierung aufgelöst wurde – auch als Folge des gescheiterten Versuchs, Karl IV. zurückzuholen – die Regierung Bethlen anvertraut?
– Bethlen, der damals sechsundvierzig Jahre alt war, galt bereits als erfahrener Politiker: Er war seit 1901 Abgeordneter und im ganzen Land bekannt, vor allem für seine Stellungnahmen zur Siebenbürgen-Frage und zu den ungarisch-rumänischen Beziehungen. Nach dem Fall der Räterepublik stand Bethlen dem damaligen Obersten Führer der Nationalen Armee, Horthy, nahe. Bethlen war 1919 einer der Organisatoren und Führer der konterrevolutionären Kräfte gewesen, und seit seiner Rückkehr aus Wien gehörte er zu den acht bis zehn Personen, die die ungarische Politik entscheidend beeinflussten. 1920 hatte er sich als Mitglied der ungarischen Delegation bei der Friedenskonferenz zusammen mit Albert Apponyi und Pál Teleki durch seine technischen Qualitäten ausgezeichnet.
Sie haben alles getan, um die drakonischen und ungerechten Friedensbedingungen abzuwehren, die uns auferlegt wurden – aber vergeblich.
Es war nicht das erste Mal, dass Bethlens Name auf der Liste der Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten auftauchte, aber seine Zeit kam erst nach Telekis Abgang. Seine Antrittsrede vor der Nationalversammlung am 19. April 1921 zeigt, dass er ein klares, kohärentes, im Detail logisch und gründlich ausgearbeitetes Programm hatte, mit dem Ziel, das Land zu konsolidieren und politische und wirtschaftliche Bedingungen für die Anhebung seines kulturellen und moralischen Niveaus zu schaffen.
















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