Nach Trianon mögen viele geglaubt haben, dass nach der Niederlage, Károlyis wahnhaftem pazifistischen Zirkus, den 133 blutigen Tagen der Rätekommune, den rumänischen, serbischen und tschechoslowakischen Besatzungen, die gleichbedeutend mit völliger Ausplünderung und Demütigung waren, und dem Trianon-Diktat, das der Nation die Kehle durchtrennte, nichts Schlimmeres mehr passieren könne. Dann kam das Jahr 1921, das das amputierte Königreich Ungarn, das von dem tapferen Miklós Horthy von Nagybánya angeführt wurde, vor neue Prüfungen stellte [„tapfer“ übersetzt vitéz, Teil des offiziellen Titels des Admiral Horthy – AdÜ.], diplomatisch völlig isoliert, wirtschaftlich, sozial und militärisch am Boden zerstört.
Den Erinnerungen des damaligen Außenministers Graf Miklós Bánffy von Losonc zufolge „ordnete der Friedensvertrag an, dass unmittelbar nach seiner Ratifizierung endgültige Grenzen in Kraft treten sollten. Die Serben sollten den uns verbliebenen Teil der Grafschaft Baranya räumen, während wir Österreich das Burgenland überlassen sollten. Diese Abtretung war besonders schmerzhaft. Die anderen Landesteile, die Trianon unseren Nachbarn zugestanden hatte, waren bereits am Ende des Krieges besetzt worden, und diejenigen, die sie in Besitz nahmen, hatten die ungarischen Würdenträger gleich nach dem Waffenstillstand vertrieben. – Die Situation im Burgenland war jedoch anders. Dort waren wir immer noch im Besitz. Es war an der ungarischen Regierung, zu handeln: Der Befehl musste von ihr kommen. Sie selbst musste ihren lokalen Behörden den Befehl zum Abzug erteilen. Es war, als hätte man jemandem die Hand abgehackt und ihm obendrein auferlegt, sie selbst auf einem Silbertablett anzubieten, ordentlich gewaschen, wie es sich gehört. Zu allem Überfluss war das Land, dem wir Sopron und dessen Umgebung überlassen mussten, kein Siegerland, sondern Österreich. Das hatte etwas furchtbar Demütigendes, eine Art höllischen Spott. Jahrhundertelang hatten die Ungarn gekämpft, um ihre Heimat gegen Österreich zu verteidigen. Und als die Entente das österreichische Kaiserreich zerstückelte, verlangte sie von uns, dass wir dem verbliebenen Österreich Land abtreten sollten, das immer unser Land gewesen war. Und sie verlangte es von uns, obwohl Österreich ein besiegtes Land war, genauso wie wir. Und das, obwohl es gerade unsere Verbindung mit Österreich war, die uns in den Krieg gestürzt hatte. In einen Krieg, den in Ungarn niemand wollte. […] Und jetzt, jetzt verlangten sie von uns, dass wir auf unserem angestammten Besitz Land an Wien abtreten sollten, das seit dem Haus Árpád immer ungarischer Besitz gewesen war. Diese Forderung war wirklich eine perverse Idee“.
















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