Csepel: Ein Weihnachtsbaum für die Christen von Bordeaux

Am ersten Adventssonntag wurde gegenüber der István Kozma Hungarian Wrestling Academy in Csepel (Tschepele, einem Vorort von Budapest) ein Weihnachtsbaum für Bordeaux aufgestellt. Diese Initiative ist eine Reaktion auf die Entscheidung des linksradikalen Bürgermeisters von Bordeaux, das Aufstellen eines Weihnachtsbaums auf dem Hauptplatz seiner Stadt zu verbieten. Máté Kocsis, Vorsitzender der Fidesz-Fraktion im ungarischen Parlament, sagte gegenüber der Tageszeitung Magyar Nemzet, es sei unsäglich und unerträglich, dass christliche Symbole ausgerechnet von denjenigen geächtet werden, die für Toleranz und Akzeptanz anderer eintreten.

Krisztina Kincses
2020. 12. 03. 9:47
Csepel birkózókarácsony
Csepel Birkózócsarnok előtti karácsonyfaállítás Advent első vasárnapján Bayer Zsolt_Kocsis Máté_ Németh Szilárd_ Fotó: Havran Zoltán Forrás: Magyar Nemzet
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In seiner Rede sagte Zsolt Bayer, dass „dieser Moment sowohl surreal als auch grandios ist, denn schließlich hätte in den letzten dreißig Jahren niemand geglaubt, dass hier in Mitteleuropa ein Weihnachtsbaum zu Ehren einer französischen Stadt aufgestellt werden würde. Das letzte Mal geschah so etwas während der kommunistischen Ära, als darauf bestanden wurde, dass der ‚Nikolaus’ durch den ‚Vater Winter’ und ‚Weihnachten’ durch das ‚Tannenfest’ ersetzt werden sollte; aber auch damals hat niemand das Aufstellen von Weihnachtsbäumen verhindert oder verboten“. Der Leitartikler meint:

„Wir wissen genau, wie es ist, wenn Menschen, die sich ermächtigt fühlen, die Welt zu verändern, anfangen, den Alltag umzugestalten und alle bestehenden Traditionen auszulöschen.

Gerade weil wir das wissen, sind wir dagegen immun. Wir hier in Csepel, in Budapest, lassen all jene Franzosen, die die Abschaffung und Anprangerung ihrer nationalen Traditionen miterleben, wissen, dass sie nicht allein sind und dass es von nun an jedes Jahr einen Weihnachtsbaum für sie geben wird, bis die Menschen in Bordeaux diesen bekehrenden Bürgermeister aus dem Amt jagen und ihre eigenen Weihnachtsfeiern wiederfinden.“

„Dieser Tag ist ziemlich symbolträchtig! – so Máté Kocsis. – Es ist natürlich nicht ein kleiner hier in Csepel gepflanzter Weihnachtsbaum, der die Demütigung der Christen von Bordeaux anhalten wird, aber

unsere Botschaft an sie ist sehr stark: Es gibt noch Länder in Europa, in denen Christen keine Angst haben müssen und ihre Feste feiern können. Da sie derzeit nicht die Möglichkeit dazu haben, haben wir Ungarn aus Solidarität einen Baum für sie aufgestellt.

Damit sagen wir ihnen: Ihr seid nicht allein!“

Am Ende der Zeremonie wurde die erste Kerze des Adventskranzes angezündet, um den Bordeaux-Weihnachtsbaum einzuweihen.

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