Die Geschichte der politischen Postings auf Facebook begann mehr oder weniger während des Wahlkampfs von Barack Obama 2008, als es die erste wirklich professionelle Aktivität dieser Art auf dieser Plattform war. Sie verhalf dem demokratischen Kandidaten zu einem klaren Vorsprung gegenüber dem damals 72-jährigen John McCain. Im Zuge von Obamas Erfolg haben viele Gruppen und Politiker Facebook-Kampagnen gestartet. Vor dem Brexit-Referendum 2016 nutzte Vote Leave Datenanalysen, um einen großen Teil der britischen Gesellschaft mit personalisierten Anzeigen anzusprechen. Die Plattform spielte auch bei den US-Wahlen 2016 eine wichtige Rolle. Daraufhin leiteten sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Europäische Union Untersuchungen zum Datenschutz und zur Wahlbeeinflussung ein.
Mehr als zwei Jahre später führte Facebook in den Vereinigten Staaten – wie auch in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern – Richtlinien für politische Veröffentlichungen ein. Seitdem können politische Akteure auf Facebook und Instagram nur noch im eigenen Land und unter öffentlicher Nennung der Werbetreibenden Wahlkampf betreiben. Diese Vorschriften haben sich schnell ausgeweitet und sind heute in fast 200 Ländern in Kraft. In Ungarn sind seit März letzten Jahres alle Postings mit politischem, wahl- oder gesellschaftsbezogenem Schwerpunkt verpflichtet, den Sponsor zu nennen. Hinzu kommt, dass sich diese Regelungen ständig ändern und Facebook immer mehr Arten von Inhalten darin einbezieht. Das bedeutet auch, dass nicht mehr nur Postings mit rein politischem Inhalt, sondern z. B. auch Mitteilungen staatlicher Unternehmen den Vorgaben entsprechen müssen.
















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