„Wie in jedem anderen Bereich macht sich die Globalisierung auch bei den Trends im Medienkonsum bemerkbar“, sagt Krisztina Hidvégi, Direktorin für Medienstudien der Lounge Group. – Und doch gibt es, wenn es um politische und gesellschaftliche Themen geht, noch teilweise bzw. ganz unterschiedliche Konsumgewohnheiten. In Ungarn liefern sich Fernsehen und Internet schon seit einigen Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Heute können wir hier wie anderswo von allgemeiner Bildschirmzeit sprechen, denn wir sehen auch auf unseren Telefonen fern bzw. gehen wir auch mit unseren Fernsehern online. In Ungarn, wie in der ganzen Welt, setzt sich der Multi-Screen-Konsum durch: Die Nutzung des Fernsehens und die Nutzung des Internets rücken zeitlich und räumlich immer näher zusammen. Mit anderen Worten: Die Frage ist nicht, ob wir andere Medien konsumieren oder ob sich der Medienkonsum globalisiert, sondern ob unsere Medienpräferenzen bei politischen Inhalten gleich sind.“
Laut der Studie der Lounge Group informieren sich amerikanische Wähler häufiger als ungarische über politische und gemeinwohlorientierte Themen.
Genauer gesagt: Mehr als 80 % der Amerikaner erkundigen sich regelmäßig über ihre nationale Politik und öffentliche Angelegenheiten. Bei den Ungarn mit den gleichen Gewohnheiten beträgt dieser Anteil weniger als 60 %. Außerdem beginnen sich die Ungarn im Allgemeinen erst in einem späteren Alter für Politik und soziale Themen zu interessieren. Dies ist einer der Gründe, warum nur ein Drittel der Ungarn im Alter von 18 bis 29 Jahren die nationalen politischen Nachrichten mit einer gewissen Regelmäßigkeit verfolgt, während in den USA die gleiche Altersgruppe einen Anteil von 70% aktiver Nachrichtenkonsumenten aufweist.
















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