Wenn eine nationale Partei von der europäischen Partei suspendiert wird, wäre es nach diesem Änderungsantrag obligatorisch, die Frage ihrer Fraktionszugehörigkeit den Abgeordneten zur Abstimmung zu stellen. –
„Sie haben eine Regel für einen konkreten Fall gefälscht und wollen sie zudem rückwirkend anwenden.“ Unsere Quelle im EP erklärt das Manöver so: „Bisher war die Geschäftsordnung der EVP-Fraktion ein relativ kurzes Dokument – insgesamt etwa 20 Seiten – dessen Inhalt selbst den Abgeordneten kaum bekannt war. Nun aber wird auf schleichende und rechtlich unkorrekte Weise versucht, sie aufzublähen, indem der Umfang der Geschäftsordnung verdoppelt wird, die bisher beinahe „unsichtbar“ war.
Die Mitgliedspartei mit der verhältnismäßig größten Wählerunterstützung
In seinem öffentlich gemachten Brief erwähnt Viktor Orbán auch die rechtliche Unregelmäßigkeit des Verfahrens. Wie er schreibt, erlaubt die ungarische Auslegung des Begriffs der Rechtsstaatlichkeit keine Rückwirkung bei der Änderung von Vorschriften oder bei der Anwendung von Sanktionen. „Da es Ihnen nicht gelungen ist, genügend Stimmen zu sammeln, um uns zu bestrafen, versuchen Sie nun, die Regeln zu ändern und sie auf ein bereits laufendes Verfahren anzuwenden“ – schreibt der Fidesz-Vorsitzende. (Die Mitgliedschaft des Fidesz in der EVP wurde 2019 ausgesetzt, lange vor der für Mittwoch geplanten Satzungsänderung. Die Fraktionsführung würde also über die Suspendierung der Fidesz abstimmen und beruft sich dabei auf einen Prozess, der fast zwei Jahre zurückliegt und dessen Folgen immer noch andauern, NdR.).
Ein weiteres Argument Viktor Orbáns, das Magyar Nemzet bereits bekannt gemacht hat:
Es waren die ungarischen Wähler, die die Fidesz-Abgeordneten in das Eeuropaparlament delegiert haben, um ihre Interessen auf EU-Ebene zu vertreten.
















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