Beide Länder haben ihre Aufholstrategie auf Industrieexporte gestützt, genauer gesagt auf eine für den Export produzierende Verarbeitungsindustrie.
Der ungarische Aufholprozess beruht ebenso wie der polnische auf hohen Investitionsquoten, hohen Technologieimporten und einem stetigen Zustrom ausländischer Direktinvestitionen, die durch EU-Hilfen ergänzt werden. Der Erfolg beider Volkswirtschaften beruht auf der Kombination von gut ausgebildeten und motivierten Arbeitskräften mit einem ständigen Angebot an moderner Technologie, effizientem Management und Exportmärkten, die durch den Zufluss von Produktivkapital aus dem Ausland garantiert werden.
Beide Volkswirtschaften haben sich erfolgreich an den Globalisierungsprozess der letzten zwei Jahrzehnte angepasst.
Der Aufstieg Chinas mit seinem wachsenden Binnenmarkt hat neue Exportmöglichkeiten für die Weltwirtschaft geschaffen. Die deutsche Ausnahme, die diesen neuen Kontext ausnutzt, brauchte und braucht auch weiterhin die billigen und gut ausgebildeten Arbeitskräfte unserer Region. Die Märkte in Mittel- und Osteuropa expandieren ständig. Der Zustrom von US-Kapital in alle Länder der Region hat die interne Modernisierung beschleunigt, einschließlich der digitalen Transformation, der Entwicklung einer zunehmend komplexen Exportstruktur und finanzieller Innovationen.
Beide Länder haben eine hohe Erwerbsbeteiligung, eine niedrige Arbeitslosigkeit und exportieren viele Arbeitskräfte.
Seit mehreren Jahrzehnten ist Polen – wie auch Ungarn seit 2010 – in der Lage, einen Arbeitsmarkt zu organisieren, der das überkommene Planmodell ablöst. Der ungarische Arbeitsmarkt hat sich nie von den Verlusten erholt, die durch die Anwendung der Schocktherapie als Modell für den Übergang zur Marktwirtschaft entstanden sind, aber seit 2010 hat er bereits zu den polnischen Ergebnissen aufgeschlossen.
Neben diesen Konvergenzen sind die Unterschiede zwischen den beiden Modellen ebenso deutlich und erklären letztlich die doppelte Geschwindigkeit des polnischen Aufholprozesses im Vergleich zum ungarischen.
















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