Holland war eines jener Länder, in denen jahrhundertelang ständig neue Ausgaben der von Károli übersetzten ungarischen Bibel gedruckt wurden, um sie in der ungarischsprachigen Welt zu verbreiten. An einer Wand des Hauptgebäudes der Universität Utrecht, nur wenige Meter von der Halle entfernt, in der 1579 die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen gegründet wurde, befindet sich ein Flachrelief, das einen ungarischen Studenten zeigt, der von der Großen Reformierten Kirche in Debrecen zum Turm des Doms St. Martinus in Utrecht geht, und das die folgende Legende trägt: In sanguine Christi conglutinati sumus („Wir haben uns im Blut Christi vereinigt“). Diese Solidarität kam auch 1676 zum Ausdruck, als der Kommandant der holländischen Flotte, Admiral de Ruyter, die ungarischen protestantischen Prediger befreite, die der Vizekönig von Neapel auf seinen Galeeren gefangen hielt. Am äußersten Ende der Neuen Kirche in Amsterdam, auf dem Grabmal von Admiral Michiel de Ruyter, kann man noch die von den Ungarn niedergelegte Silberkrone sehen.
An den 325. Jahrestag der Befreiung der ungarischen Galeerensklaven im Jahr 2001, als Viktor Orbán das Grab von Admiral de Ruyter in einer großen Zeremonie krönte, erinnert man sich heute kaum noch; damals lud die niederländische Regierung den ungarischen Ministerpräsidenten und sein Gefolge zu einem Galadinner nach Den Haag ein. Damals stand Wim Kok von der Partei der Arbeit an der Spitze der linksliberalen niederländischen Regierung, deren „größte Errungenschaft“ die Verabschiedung von Euthanasie und gleichgeschlechtlicher Ehe war. Holland wurde damit zum ersten Land der Welt, das dies erlaubte; es war ohnehin schon lange eine Hochburg der LGBT-Gemeinschaft und ihrer Ideologie, und Amsterdam rühmte sich, die schwule Hauptstadt Europas zu sein.
















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