Jene Ungarn, die in Schweden gegen den Strom schwimmen…

Mátis András
2021. 01. 30. 16:53
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Dieses Zitat lässt vermuten, dass die Schweden nicht weniger denken als mein Pastorkollege; nur haben sie seit ihrer Kindheit die Gewohnheit entwickelt, „weise“ zu sein: wir kritisieren nicht, wir urteilen nicht, wir denken nicht weniger, aber wir vermeiden Konflikte und Streit. Es ist wahrscheinlich diese Mentalität, die einen der Eckpfeiler – wenn auch nicht unbedingt den wichtigsten – der berühmten schwedischen Diplomatie geliefert hat.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben sogar die Schweden begonnen, den Begriff mångkulturelt land (multikulturelles Land) zu verwenden, um ihr Land zu beschreiben, das von meist illegalen Einwanderern überschwemmt wird. Im Namen dieses Konzepts hat einer der Presbyter von Iván Knézys Gemeinde in einem Fernsehinterview die Notwendigkeit des Verfahrens gegen ihn begründet. Das Presbyterium, das den Begriff der Meinungsfreiheit relativ einseitig auslegte, war spektakulär einmütig in einer Art Konformismus, der von den Erwartungen des skandinavischen ideologischen Mainstreams diktiert wird.

Es ist anzumerken, dass der schwedische Staat trotz der offiziellen Trennung weiterhin sehr präsent innerhalb der Kirche und ihrer Gemeinden bleibt. Die Zusammensetzung der Gemeindepresbyterien spiegelt im Wesentlichen die des Parlaments wider: Das heißt, auch wenn die Gemeindemitglieder die Mitglieder ihrer kirchlichen Gemeindevertretung wählen, stimmen sie praktisch für eine politische Partei. Wenn man nun bedenkt, dass die schwedische Kirche über ein Vermögen von unvorstellbarem Wert verfügt (Wälder, Immobilien usw.) und darüber hinaus einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes ist, ist es verständlich, dass der Staat und die Regierung – vor allem wenn die liberale Linke an der Macht ist – kaum dazu neigt, sich wirklich aus diesen Gremien zurückzuziehen, die ursprünglich für die Organisation des religiösen Lebens gedacht waren.

Es ist aber die lutherische Theologie, die den Preis für diese Einmischung des Staates und der Regierung zahlt; ihre ständige Verwässerung ist die unvermeidliche Folge dessen, dass man die Anwesenheit von die Ideologie der liberalen Linken propagierenden Medien auf den Kirchenbänken duldet, ja sogar akzeptiert.

Knézy hat auch Recht, wenn er vom baldigen Verschwinden der Freiheit spricht, die Pfarrer im Moment noch genießen, sich zu weigern, gleichgeschlechtliche Ehen zu zelebrieren. Tatsächlich ist im offiziellen Wochenblatt der Kirche von Schweden (Kyrkotidning) bereits die Rede davon, diese Regel zu ändern, und zwar anlässlich der Einführung der neuen Agenda (liturgische Ordnung des Gottesdienstes) aus dem Jahr 2019, die bereits Texte in „geschlechtsneutraler“ Sprache enthält. Nach Ansicht der Journalistin und Theologin Helle Klein, einer offen lesbischen Sozialdemokratin, sollten alle schwedischen Pfarrer verpflichtet werden, gleichgeschlechtliche Paare zu trauen, wenn sie ihr Recht nicht verlieren wollen, religiöse Trauungen (vigselrätt) durchzuführen, das in Schweden auch den Wert eines zivilrechtlichen Aktes hat.

Soweit ist die schwedische Gesellschaft und ihr politisches Leben schon angelangt.

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