Die 1920er Jahre beendeten die seit 1867 entstandene Strukturierung des ungarischen Raums und das entsprechende Entwicklungsmodell, indem sie die räumliche und wirtschaftliche Einheit des Karpatenbeckens auflösten.
Von 1920 bis 1990 hat Budapest seine zentrale Stellung ausgebaut.
Diese neue Strukturierung des ungarischen Raums wurde in den ersten 70 Jahren nach dem Vertrag von Trianon beibehalten. Budapest behielt seine Zentralität nicht nur bei, sondern steigerte sie sogar noch, was jedoch durch das neue Netz von Großstädten, das sich entlang der Landesgrenzen (aber außerhalb) gebildet und verstärkt hatte, nicht mehr kompensiert werden konnte. Als Ergebnis einer durch die Umstände erzwungenen, aber gut durchdachten Entwicklungspolitik beschleunigte sich zwischen 1920 und 1945 die Entwicklung von Pécs, Szeged, Debrecen, Miskolc, Esztergom, Győr, Szombathely und Sopron, aber diese neue Krone konnte den Verlust des Netzes der großen Städte des Karpatenbeckens nicht ausgleichen. Am Vorabend des Krieges und im Zuge der Kriegsvorbereitungen bildete sich im Dreieck Veszprém-Győr-Székesfehérvár ein neues Städtenetz, südlich davon das Netz neuer Agglomerationen, das durch die Erdölindustrie im Komitat Zala entstanden war, doch all dies minderte nicht die zentrale Stellung Budapests in der Gesamtstrukturierung des ungarischen Raums. Dennoch war es vor allem der Dynamik des neuen Städtenetzes, das sich entlang der Grenzen (und innerhalb der Grenzen) bildete, und der Agrarkonjunktur zu verdanken, dass Ungarn 1936 mit 83% des damaligen Niveaus (im Jahr 2020 waren es 74% dieses Niveaus) den Anschluss an die durchschnittliche Entwicklung der heutigen EU-Länder fand, zu denen es nie zuvor oder danach so nah war.
















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